BILDUNGSPROGRAMM 2010 - MIGRATIONSPOLITIK
Lagerland Baden-Württemberg: Lagerleben macht krank
Gesetzliche Grundlagen der Flüchtlingsaufnahme und -unterbringung
verschiedene
VertreterInnen des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg
BESCHREIBUNG
Rund 90.000 Menschen sind in
Deutschland nur geduldet. Sie leben ohne gesicherte
Aufenthaltsperspektive und in ständiger Angst vor Abschiebung. In
vielen Bundesländern werden diese Menschen jahrelang gezwungen, in
Lagern zu leben - ohne Chance auf Integration und ohne Perspektive.
Häufig werden sie auf engstem Raum unter krankmachenden Bedingungen
untergebracht. In Baden-Württemberg stehen ihnen lediglich 4,5 m2
zur Verfügung. Asylsuchende dürfen nicht arbeiten, bekommen nur die
allernotwendigste medizinische Versorgung und erhalten, abgesehen von
einem Taschengeld in Höhe von 40 Euro, alle Dinge, die sie zum Leben
benötigen, in Form sogenannter Sachleistungen. Das alles geschieht
möglichst abseits der Öffentlichkeit.
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen der Lagerunterbringung, vermittelt Einblicke in den trostlosen, psychisch belastenden Alltag des Lagerlebens und zeigt mögliche Alternativen auf.