BILDUNGSPROGRAMM 2010 - MIGRATIONSPOLITIK
Deutschland ist (k)ein Einwanderungsland?
Migrations-, Integrations- und Vielfaltspolitik in Deutschland
Andreas Linder
BESCHREIBUNG
Mit dem 2005 in Kraft getretenen Zuwanderungsgesetz wurde zum ersten Mal der Versuch unternommen, Zuwanderungsströme in Bahnen zu lenken und zu definieren, wer unter welchen Umständen eine Chance auf ein Aufenthaltsrecht in Deutschland hat. "Deutschland ist ein Einwanderungsland" - dieser Satz wurde in Teilen der Bevölkerung salonfähig. Die kulturelle Vielfalt, die eine gesteuerte Zuwanderung mit sich bringen würde, scheint salonfähig zu werden. Dies zeigen nicht zuletzt viel diskutierte Integrationspläne auf nationaler und kommunaler Ebene, Diversity Mainstreaming bei Unternehmen und der interkulturelle Dialog in der Gesellschaft.
Welche positiven Veränderungen gibt es bereits? Welche Punkte der Diskussion stecken noch in den Kinderschuhen? Ist die Integration der Menschen mit Migrationshintergrund tatsächlich so schwierig oder wiegen die Chancen weit mehr? Ist es tatsächlich notwendig, dass die Hürden für die Einbürgerung immer höher gesetzt werden?
DER REFERENT
Andreas Linder,Politik- und Kulturwissenschaftler aus Tübingen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg. Er ist seit Anfang der neunziger Jahre in der Flüchtlingsarbeit aktiv. Mitinitiator der (Tübinger) Save-Me-Kampagne.