gemeinsam durch Baden-Württemberg

Aktionstouren durch die Landkreise

mit Aktionen an Flüchtlingsunterkünften, Informationsveranstaltungen, Konzerten...

Mittwoch, 14. Dezember 2011 | Sigmaringen, Evangelisches Gemeindehaus, Karlstr. 24 | 20.00 | 

Grenzen hier und anderswo - Wie nehmen wir Flüchtlinge auf? 

Ein Blick von den europäischen Außengrenzen bis vor die eigene Haustür...

Podiumsgespräch zum Internationalen Tag der Menschenrechte

mit: Daniel Lede Abal (MdL Die Grünen, Integrationspolitischer Sprecher) Karl Kopp (Europareferent von Pro Asyl), Angelika von Loeper (1. Vorsitzende Flüchtlingsrat BW), Muhamet Idrizi (eingebürgerter Flüchtling aus dem Kosovo mit abgeschlossenem Lehramtsstudium), Flüchtlinge aus Sigmaringen, Moderation: Ines Fischer, Mitglied im Vorstand des Flüchtlingsrats, aus Mengen

Am 15.12. besuchen wir die Gemeinschaftsunterkunft Sigmaringen-Laiz, nur einen Steinwurf entfernt vom Wohnhaus unseres Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Bei diesem Besuch werden wir zusammen mit Vertreter/innen anderer Organisationen und im Dialog mit dem zuständigen Landratsamt und der Sozialbetreuung mit Flüchtlingen sprechen und  Möglichkeiten der Verbesserung der sozialen Lebensbedingungen diskutieren. Wir haben Ministerpräsident Kretschmann zu dieser Veranstaltung und dem Besuch eingeladen, er musste aber leider absagen.
- Nov. 2011 Einladungs-Flyer zur Veranstaltung
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19. Oktober 2011

Fachgespräch zur Situation der Flüchtlinge im Landkreis Göppingen

Ehrenamtliche vom Freundeskreis Asyl und Flüchtlinge diskutierten bei dieser Veranstaltung mit Vertreter/-innen von Behörden, Parteien und des Flüchtlingsrats über die Lebensbedingungen der Flüchtlinge im Landkreis Göppingen. Mehr Informationen zu dieser Veranstaltung...


Freitag, 24. Juni 2011, 13.00 Uhr | Villingen-Schwenningen  / Kampagne gemeinsam

13.00 Uhr Trommelzug ab Oberes Tor in Villingen zur Gemeinschaftsunterkunft in der Obereschacherstraße, ca. 15.00 Uhr Kundgebung mit Musik und Bewirtung in der Stadtmitte

 
Na, wohin geht's denn hier?                                            Na klar, ins Industriegebiet zum Flüchtlingslager...

 
Redebeitrag von Ernst-Ludwig Iskenius (AK ProAsyl Villingen)           Auch von Flüchtlingen gut besucht: Der Infostand des Flüchtlingsrats und der Waffelstand der Sozialbetreuerin des DRK

Dienstag, 21. Juni 2011, 14.00 Uhr | Witthoh, Landkreis Tuttlingen  / Kampagne gemeinsam

"Integration statt Isolation" 

Informationsbesuch in der GU mit Vertreter/-innen von Parteien, u.a.


Versammlung im "Gemeinschaftsraum": Normalerweise sind die Sofas und die Tische dort nicht so gemütlich aufgestellt.


Hinter dieser Tür (Aufschrift "Food Supreme") verbirgt sich der lagereigene "Shop" für die Essensversorgung. Die Nürnberger Firma "Franken Catering" beliefert die Unterkunft mit Lebensmitteln. Jedem Bewohner / jeder Bewohnerin steht nach einem Punktesystem eine monatliche Punktzahl zu, nach der zweimal die Woche in diesem Laden "eingekauft" werden darf. Die Waren haben z.T. Edeka-Qualität (Verbesserung im Vgl. zum Vorjahr), zum Teil sind es No-Name-Produkte oder "gut und günstig"-Qualität. Der Verdacht besteht auch bei diesem Zulieferer, dass Waren überpreist sind, weil die Umrechnung von Punkten in Euro kaum kontrolliert werden kann. Dies würde den an sich schon geringen Anspruch nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (pro erwachsener Person 184 Euro im Monat) weiter verringern. Die Flüchtlinge klagen über mangelnde Auswahl und das Immergleiche. Im Rahmen dieser Mangelversorgung gibt es auch immer zu wenig Obst und Gemüse und wenig Variationsmöglichkeiten für Familien mit Kindern.

   
Blick von außen: An dem Treppenaufgang ist der Außen-Eingang zum "Shop". Die Flüchtlinge dürfen aber über eine Tür im Inneren des Gebäudes in den Laden gehen. Aber jeweils nur 3 erwachsene Personen (siehe Bild rechts). Dies bedeutet, dass sich zweimal pro Woche eine Schlange vor dem Laden bildet. Der Einkauf dauert bis zu drei Stunden. Kinder sind im Laden verboten.  Der seit Sommer 2010 dort abgestellte LKW (Bild links) dient als Kühlschrank bzw. als Tiefkühltruhe, weil der Laden sehr klein ist und entsprechende Kapazitäten dort nicht vorhanden sind.



Montag, 20. Juni 2011, 17.00 Uhr | Sinsheim, Rhein-Neckar-Kreis  / Kampagne gemeinsam

"Gute Unterbringung von Flüchtlingen?" 

Informationsbesuch in der GU mit Vertreter/-innen von Parteien, u.a
Zum Welttag des Flüchtlings (UNESCO) am 20. Juni 2011 besuchte der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg zusammen mit VertreterInnen aus Politik, Verwaltung sowie engagierten UnterstützerInnen die
Gemeinschaftsunterkunft Sinsheim.


Bild links: GU Sinsheim: In vier Leichtbau-Wohnblocks leben derzeit fast 400 Menschen. Zwei weitere Containerblocks sollen Ende Juli fertig sein. Dann hätte die GU Sinsheim ein Fassungsvermögen von fast 500 Personen und wäre damit nach Mannheim die zweigrößte Massenunterkunft für Flüchtlinge in Baden-Württemberg. Der Flüchtlingsrat fordert, Massenunterbringung aufzugeben.
Bild rechts: Blick ins Innere: Wohnflur, der diesen Namen nicht verdient hat - auf engstem Raum liegt ein mehrfach belegtes Zimmer neben dem anderen. Viele Flüchtlinge müssen in dieser Unterkunft mehrere Jahre zubringen, obwohl das Flüchtlingsaufnahmegesetz von der "vorläufigen" Unterbringung spricht.

   
Küche und Bad: Etwa vierzig Bewohner müssen sich die "Gemeinschaftsküche" und die Sanitärräume teilen. Dementsprechend sieht es aus. Schöner wohnen ist anders

 
Bild links: Die Flüchtlinge haben sich auf den Besuch vorbereitet und ihre Forderungen auf Plakate geschrieben: "Wir wollen Arbeit", "Wir brauchen eine Aufenthaltserlaubnis", "Lager schließen", "Stop Essenspakete", "Stop Abschiebung"
Bild rechts: Gruppenbild mit Besucher/innen: Stella Kirgiane-Efremidis (SPD-Kreisrätin, 4. von rechts), Edgar Wunder (Kreisrat Die Linke 5. v.r.), Charlotte Schneidewind-Hartnagel (MdL Grüne, Vize-Fraktionsvorsitzende und Landes-Frauensprecherin) (6. v.r.).


Freitag, 17. Juni 2011, 10.00 Uhr | Holzbachtal (Enzkreis)  /Kampagne gemeinsam

"Integration statt Isolation - Residenzpflicht aufheben" 

Informationsbesuch in der GU mit Vertreter/-innen von Parteien, u.a.


Bereits am frühen Morgen kamen die Veranstalter/innen, um die Austeilung der Essenspakete zu verfolgen. Mehr Flüchtlinge als sonst seien an diesem Morgen gekommen, sagt der Heimleiter Breßler. Auf seiner Liste stehen etwa 20 Personen, die von dem Lebensmittel-Großhändler Dreikönig aus Schwäbisch Gmünd zweimal die Woche Esspakete erhalten. Über 60 Personen sind in diesem Lager aber gemeldet. Das bedeutet, die anderen 40 Personen wurden aus den Leistungen nach dem AsylbLG einfach abgemeldet, weil sie angeblich "privatisieren" und nicht regelmäßig in dieser abgelegenen Unterkunft anwesend seien. So kann man viel Geld sparen.  Wer Esspakete bezieht, kann nicht wählen, was er/sie bekommen möchte. Es gibt nur Pauschalpakete mit fragwürdiger kultureller Zuordnung: Moslem, Christ, Afrikaner, Asiat, China 1 und China 2. Haben wir eine Kategorie vergessen?


So sieht die "Gemeinschaftsunterkunft" von außen und innen aus. In dem ehemaligen und heruntergekommenen Hotel, das der Heimleiter Breßler (rechtes Bild in der Mitte) als "optimal" für die Unterbringung von Flüchtlingen ansieht, können knapp 70 Personen untergebracht werden. Die Mietkosten liegen bei 3.200 Euro im Monat. Auch finanziell ist diese Unterkunft also ein "Schnäppchen". Die abgebildete "Küche" (Bild in der Mitte) befindet sich im Untergeschoß und ist der einzige Küchenraum für die Bewohner im ganzen Haus. Für den Besuch wurde sie schön sauber geputzt. In kleinen Mehrbettzimmern, in denen die gesetzlichen Vorschriften (mindestens 4,5 qm Wohnraum) gerade so eingehalten werden, sind die Bewohner  untergebracht. Einziger Vorteil gegenüber vielen anderen Unterkünften: In jedem Zimmer befindet sich eine "Nasszelle" mit Waschbecken und Dusche. Auf dem Bild rechts zeigt ein Bewohner sein Zimmer, das er mit drei anderen teilen muss (rechts im Bild: Der Straubenhardter Bürgermeister Willi Rutschmann, CDU). Obwohl die Heimleitung immer wieder behauptet, dass keine Frauen in dieser abgelegenen Unterkunft untergebracht werden, gibt es ein unglaublich enges Dach-Zimmer , in dem derzeit 5 Frauen gemeldet, aber nur zwei oder drei permanent anwesend sind. 

 

Gespräch nach der Führung durch die Unterkunft. Vertreter der Flüchtlinge stellen ihre Situation dar. Am übernächsten Tisch : Vertreter/innen der Kreistagsfraktionen der Grünen, der Freien Wähler, der CDU sowie der 1. Landesbeamte Wolfgang Herz und Sven Besser als Vertreter des Landratsamts. Für die Veranstalter Christiane Bastian-Engelbert (Freundeskreis Asyl Mühlacker), Nicole Herrling (Freunde für Fremde Karlsruhe) und Angelika von Loeper (1. Vorsitzende des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg)
 

Donnerstag, 9. Juni 2011 | Hardheim, Neckar-Odenwaldkreis

"Gute Unterbringung von Flüchtlingen - auch im Neckar-Odenwaldkreis?" - Hearing mit Flüchtlingen, Parteienvertretern u.a.

 

Montag, 30. Mai 2011 | Reutlingen, Nikolaiplatz  vor der Citykirche | ab 11.00 Uhr 

Aktion "Selbstbestimmung für alle" - gegen die Diskriminierung von Flüchtlingen durch Lagerunterbringung und AsylblG


Samstag, 14. Mai 2011 |  GU Mannheim,  Pyramidenweg 6

"Das Medea-Komplott"

Theateraufführung


Samstag, 14. Mai 2011 | Kirchheim/Teck | ab 11.00 Uhr

Internationales Fest in der Fußgängerzone  (um den Flüchtlingsbaum neben der Bastion)

mit politischem und kulturellem Rahmenprogramm (u.a. 4,5 qm Zelt zum Thema Flüchtlingsunterbringung)
Grußwort von Bürgermeister Günther Riemer; Nordafrikanische Weltmusik mit TILUFA aus Ulm; Breakdance mit Hamza Buoaitta & Team; Enthüllung einer Hinweistafel am Baum
Beiträge von Flüchtlingen; Informationen vom Flüchtlingsrat Baden- Württemberg; Internationaler Imbiss
Bei Regenwetter findet das Fest im Mehrgenerationenhaus Linde, Alleenstraße 90, statt

Mit viel Aufwand organisierte der AK Asyl Kirchheim einen sehr gelungenen Informations- und Festtag in der Kirchheimer Fußgängerzone. Um den 2008 gepflanzten Flüchtlingsbaum herum entspann sich ein buntes Programm aus Informationen und Redebeiträgen, Ausstellung, Essen und Live-Konzert. Die Hauptattraktion war ein von einer Baufirma gestellter Wohncontainer, der mit original Equipment ausgestattet die Wohnbedingungen für Flüchtlinge vor Augen führte. Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker lobte in ihrer Begrüßungsansprache das langjährige Engagement des AK Asyl und setzte auch politische Akzente: Sie kritisierte die Mangelversorgung durch das Asylbewerberleistungsgesetz und forderte bessere Möglichkeiten der Sprach- und Arbeitsförderungen für Flüchtlinge. Deutschland sollte sichangesichts der schwierigen Lage in Nordafrika auch bereiter zeigen, Flüchtlinge aufzunehmen - und in Kirchheim habe man hierbei gute Erfahrungen gemacht. Eine Asylbewerberin aus Sri Lanka und ein Asylbewerber aus dem Iran stellten ihre persönliche Verfolgungsgeschichte und ihre Sicht der Lebenssituation in Deutschland dar. Frau Liyanage wartet seit 18 Monaten auf die Entscheidung im Asylverfahren und kann es nicht verstehen, dass sie so lange warten muss und sich keine Perspektiven aufbauen kann. Andreas Linder vom Flüchtlingsrat lobte die relativ gute Flüchtlingsunterkunft in Kirchheim, forderte die Behörden aber dazu auf, die entwürdigenden Kontrollen der Flüchtlinge beim Lebensmitteleinkauf zu beenden und ab sofort auf Gebührenerhebung und Strafen bei Residenzpflichtverletzungen zu verzichten - denn die neue Landesregierung will die Residenzpflicht ganz aufheben. Außerdem müsse bei der Unterbringung mehr Wohnraum als 4,5 qm pro Person gewährt werden.



4,5 Quadratmeter Deutschland - die Lebensbedingungen für Flüchtlinge werden in diesem Wohncontainer anschaulich dargestellt



Infostand des Flüchtlingsrats   / gut besuchte Redebeiträge und Kulturbeiträge; rechts im Bild: OB Angelika Matt-Heidecker, Eva Abele (AK Asyl)


Padmi Liyanage und Mansour Mostafazadeh bei ihren Redebeiträgen



Montag, 2. Mai 2011 | Schwäbisch-Gmünd, 17.30 Uhr, PH, Oberbettringerstraße

Fachgespräch zur Situation der Flüchtlinge in Schwäbisch Gmünd

Fachgespräch zu den sozialen Lebensbedingungen der Flüchtlinge mit dem Bürgermeister, Vertreter/-innen von Parteien aus Kreis- und Landtag sowie Flüchtlingsrat und BI gegen Fremdenfeindlichkeit / AK Asyl



GU Schwäbisch Gmünd: Beispiel Waschraum in der Kaserne. Offene Duschen, nur eine davon ist funktionstüchtig.

 
Fachgespräch: v.l.n.r: Andreas Benk, Bernd Sattler, Thea Bauknecht, Judith Kuntz (BI gegen Fremdenfeindlichkeit), Andreas Linder (Flüchtlingsrat BW). Bild rechts: Vertreter der Flursprecher tragen Verbesserungsvorschläge vor.