gemeinsam
durch Baden-Württemberg
Aktionstouren durch die Landkreise
mit
Aktionen an Flüchtlingsunterkünften, Informationsveranstaltungen,
Konzerten...
Mittwoch, 14. Dezember 2011 | Sigmaringen,
Evangelisches Gemeindehaus,
Karlstr. 24
| 20.00 |
Grenzen hier und anderswo - Wie nehmen wir
Flüchtlinge auf?
Ein Blick von den
europäischen Außengrenzen bis vor
die eigene Haustür...
Podiumsgespräch zum
Internationalen Tag
der Menschenrechte
mit:
Daniel Lede Abal (MdL Die Grünen, Integrationspolitischer Sprecher)
Karl Kopp (Europareferent von Pro Asyl), Angelika von Loeper (1.
Vorsitzende Flüchtlingsrat BW), Muhamet Idrizi (eingebürgerter
Flüchtling aus dem Kosovo mit abgeschlossenem Lehramtsstudium),
Flüchtlinge aus Sigmaringen, Moderation: Ines Fischer, Mitglied im Vorstand des Flüchtlingsrats, aus Mengen
Am
15.12. besuchen wir die Gemeinschaftsunterkunft Sigmaringen-Laiz, nur
einen Steinwurf entfernt vom Wohnhaus unseres Ministerpräsidenten
Winfried Kretschmann. Bei diesem Besuch werden wir zusammen mit
Vertreter/innen anderer Organisationen und im Dialog mit dem
zuständigen Landratsamt und der Sozialbetreuung mit Flüchtlingen
sprechen und Möglichkeiten der Verbesserung der sozialen
Lebensbedingungen diskutieren. Wir haben Ministerpräsident Kretschmann
zu dieser Veranstaltung und dem Besuch eingeladen, er musste aber
leider absagen.
- Nov. 2011 Einladungs-Flyer zur Veranstaltung
-
19. Oktober 2011
Fachgespräch
zur Situation der
Flüchtlinge im Landkreis Göppingen
Ehrenamtliche
vom Freundeskreis Asyl und Flüchtlinge diskutierten bei dieser
Veranstaltung mit Vertreter/-innen von Behörden, Parteien und des
Flüchtlingsrats über die Lebensbedingungen der Flüchtlinge im Landkreis
Göppingen. Mehr
Informationen zu dieser Veranstaltung...
Freitag,
24. Juni 2011, 13.00 Uhr |
Villingen-Schwenningen / Kampagne gemeinsam
13.00 Uhr Trommelzug
ab Oberes Tor in Villingen zur Gemeinschaftsunterkunft in der Obereschacherstraße, ca. 15.00 Uhr Kundgebung mit Musik
und
Bewirtung in der Stadtmitte

Na,
wohin geht's denn hier?
Na klar, ins Industriegebiet
zum Flüchtlingslager...

Redebeitrag
von Ernst-Ludwig Iskenius (AK ProAsyl Villingen)
Auch von Flüchtlingen gut besucht: Der Infostand des
Flüchtlingsrats und der Waffelstand der Sozialbetreuerin des DRK
Dienstag,
21. Juni 2011, 14.00 Uhr |
Witthoh, Landkreis
Tuttlingen / Kampagne gemeinsam
"Integration statt Isolation"
Informationsbesuch
in der GU mit Vertreter/-innen von Parteien, u.a.
- 01.06.2011 Einladungsschreiben
zu diesem "Informationsbesuch" [pdf 67 kb]
- 21.06.2011
Wie vor dem Besuch zu erfahren war, trauten sich die Flüchtlinge nicht,
vor den Vertretern des Landratsamts offen zu sprechen, weil sie (auf
der Basis entsprechender Erfahrungen) Angst vor Repressalien hatten.
Deswegen verfassten Sie einen Brief, in dem sie ihre Situation und ihre
Forderungen darstellten. Die zentralen Themen sind: Schlechter
Verkehrsanschluss der Unterkunft, Essensversorgung, Repressionen durch
die Verwaltung, schlechte Möglichkeiten bei Bildung und Arbeitssuche,
Lebensbedingungen im Lager. Im Wortlaut:
Brief der Flüchtlinge an die Besucher (Deutsch, pdf 60 kb),
Brief der Flüchtlinge an die Besucher (Englisch, pdf 58 kb) - 21.06.2011
Zahlreiche Personen folgten der Einladung der Initiative Asyl
Tuttlingen und des Flüchtlingsrats BW zu diesem "Informationsbesuch":
Die KreisrätInnen Ursel Schillinger (SPD), Elke Schaldecker (SPD) und
Marcus Kiekbusch (SPD, Mitglied des landesweiten
Migrationsausschusses), Josef Schilling (CDU), Paul Haug (FDP), Dr.
Ingrid Dapp (FWV und ehem, Vorstandsmitglied des Flüchtlingsrats),
Susanne Reinhard-Klotz (KV Grüne), Kathrin Kreidler (Offene Grüne Liste) sowie VertreterInnen von
Initiativen und Organisationen: Dr. Ernst Ludwig Iskenius (Refugio
Villingen-Schwenningen), Sigrid Jaschke und Gabi Ayivi (AK Asyl VS),
Rose Lovrekovic und Frau Kieliba (Initiative Asyl Tuttlingen), Ulrike
Irion (Caritas Tuttlingen) und Elisabeth Bauer (AWO Tuttlingen). Als
Vertreter des Landratsamts waren anwesend: Sigrid Straub
(Sozialdienst), Josef Baur (Ordnungsamt, Leiter der Unterbringung) und
Stefan Helbig (1. Landesbeamter). Ausführlicher Bericht folgt...
- 24.06.2011 Schwäbische Zeitung "Der Gränzbote" Tuttlingen: "Flüchtlinge auf dem Witthoh fühlen sich isoliert." (Autorin: Yvonne Havenstein)
- 29.06.2011 Refugio Villingen-Schwenningen: Offener Brief an den 1.Landesbeamten Stefan Helbig [pdf 101 kb]
Ernst-Ludwig
Iskenius fordert das Landratsamt in diesem Brief auf, die Unterkunft
auf dem Witthoh aufzugeben und mit Hilfe der neuen Landesregierung ein
Modellprojekt für dezentrale Unterbringung zu starten.

Versammlung im "Gemeinschaftsraum": Normalerweise sind die Sofas und die Tische dort nicht so gemütlich aufgestellt.

Hinter
dieser Tür (Aufschrift "Food Supreme") verbirgt sich der lagereigene
"Shop" für die Essensversorgung. Die Nürnberger Firma "Franken
Catering" beliefert die Unterkunft mit Lebensmitteln. Jedem Bewohner /
jeder Bewohnerin steht nach einem Punktesystem eine monatliche
Punktzahl zu, nach der zweimal die Woche in diesem Laden "eingekauft"
werden darf. Die Waren haben z.T. Edeka-Qualität (Verbesserung im Vgl.
zum Vorjahr), zum Teil sind es No-Name-Produkte oder "gut und
günstig"-Qualität. Der Verdacht besteht auch bei diesem Zulieferer,
dass Waren überpreist sind, weil die Umrechnung von Punkten in Euro
kaum kontrolliert werden kann. Dies würde den an sich schon geringen
Anspruch nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (pro erwachsener Person
184 Euro im Monat) weiter verringern. Die Flüchtlinge klagen über
mangelnde Auswahl und das Immergleiche. Im Rahmen dieser
Mangelversorgung gibt es auch immer zu wenig Obst und Gemüse und wenig
Variationsmöglichkeiten für Familien mit Kindern.

Blick
von außen: An dem Treppenaufgang ist der Außen-Eingang zum "Shop". Die
Flüchtlinge dürfen aber über eine Tür im Inneren des Gebäudes in den
Laden gehen. Aber jeweils nur 3 erwachsene Personen (siehe Bild
rechts). Dies bedeutet, dass sich zweimal pro Woche eine Schlange vor
dem Laden bildet. Der Einkauf dauert bis zu drei Stunden. Kinder sind
im Laden verboten. Der seit Sommer 2010 dort abgestellte LKW
(Bild links) dient als Kühlschrank bzw. als Tiefkühltruhe, weil der
Laden sehr klein ist und entsprechende Kapazitäten dort nicht vorhanden
sind.
Montag, 20. Juni 2011, 17.00 Uhr
| Sinsheim,
Rhein-Neckar-Kreis / Kampagne gemeinsam
"Gute Unterbringung von Flüchtlingen?"
Informationsbesuch
in der GU mit Vertreter/-innen von Parteien, u.a
Zum
Welttag des Flüchtlings (UNESCO) am 20. Juni 2011 besuchte der
Flüchtlingsrat Baden-Württemberg zusammen mit VertreterInnen aus
Politik, Verwaltung sowie engagierten UnterstützerInnen die
Gemeinschaftsunterkunft
Sinsheim.

Bild
links: GU Sinsheim: In vier Leichtbau-Wohnblocks leben derzeit fast 400
Menschen. Zwei weitere Containerblocks sollen Ende Juli fertig sein.
Dann hätte die GU Sinsheim ein Fassungsvermögen von fast 500 Personen
und wäre damit nach Mannheim die zweigrößte Massenunterkunft für
Flüchtlinge in Baden-Württemberg. Der Flüchtlingsrat fordert,
Massenunterbringung aufzugeben.
Bild rechts: Blick ins Innere:
Wohnflur, der diesen Namen nicht verdient hat - auf engstem Raum liegt
ein mehrfach belegtes Zimmer neben dem anderen. Viele Flüchtlinge
müssen in dieser Unterkunft mehrere Jahre zubringen, obwohl das
Flüchtlingsaufnahmegesetz von der "vorläufigen" Unterbringung spricht.
Küche
und Bad: Etwa vierzig Bewohner müssen sich die "Gemeinschaftsküche" und
die Sanitärräume teilen. Dementsprechend sieht es aus. Schöner wohnen
ist anders

Bild
links: Die Flüchtlinge haben sich auf den Besuch vorbereitet und ihre
Forderungen auf Plakate geschrieben: "Wir wollen Arbeit", "Wir brauchen
eine Aufenthaltserlaubnis", "Lager schließen", "Stop Essenspakete",
"Stop Abschiebung"
Bild rechts: Gruppenbild mit Besucher/innen: Stella Kirgiane-Efremidis
(SPD-Kreisrätin, 4. von rechts), Edgar Wunder (Kreisrat Die Linke 5.
v.r.), Charlotte Schneidewind-Hartnagel (MdL Grüne,
Vize-Fraktionsvorsitzende und Landes-Frauensprecherin) (6. v.r.).
Freitag, 17. Juni 2011,
10.00 Uhr | Holzbachtal (Enzkreis) /Kampagne gemeinsam
"Integration statt Isolation -
Residenzpflicht aufheben"
Informationsbesuch
in der GU mit Vertreter/-innen von Parteien, u.a.
- 01.06.2011
Einladungsschreiben
zu diesem "Informationsbesuch" [pdf 73 kb]
Aus dem
Einladungsschreiben: "Der
Flüchtlingsrat Baden-Württemberg besucht regelmäßig die
Asyl-Unterkünfte im Land und macht sich ein Bild von der
Unterbringungssituation, dem Umgang mit den Sachleistungen, der
„Residenzpflicht“ u.a. Im Rahmen unserer Kampagne „gemeinsam für die
Rechte von Flüchtlingen in Baden-Württemberg“ wurden auch umfängliche
Forderungen und Verbesserungsvorschläge an die Regierung herangetragen.
Aufgrund des Regierungswechsels sind die Chancen für Verbesserungen
gewachsen. Wir begrüßen, dass die neue Landesregierung die Situation
der Flüchtlinge in Baden-Württemberg in verschiedener Hinsicht
verbessern möchte und wollen weiterhin darauf hinweisen, wo dies
besonders nötig ist und der Handlungsbedarf besonders groß ist. Wegen
der Abgelegenheit der „Gemeinschaftsunterkunft“ im Holzbachtal sind wir
der Meinung, dass die Flüchtlinge dort in untragbarer Weise von der
Gesellschaft isoliert sind. Auch im Hinblick auf die "Residenzpflicht"
liegt diese Unterkunft sehr ungünstig. Die Flüchtlinge dürfen ohne
Erlaubnis weder in den nahegelegenen Landkreis Karlsruhe noch nach
Pforzheim, weil dies ein eigener Stadtkreis ist. Für die Flüchtlinge
gibt es in dieser Unterkunft mitten im Schwarzwald keinen guten Zugang
zu Ärzten, Beratungsstellen, Anwälten, Sprachkursen oder
Arbeitsmöglichkeiten. Auch für ehrenamtlich aktive Helfer/innen ist der
Zugang erschwert. Von dieser Situation wollen wir uns vor Ort ein Bild
machen..." - 01.06.2011 Einladungsschreiben
an die Flüchtlinge [pdf 132 kb]
- 17.06.2011 Brief / Forderungspapier der Flüchtlinge aus dem
Holzbachtal [pdf 467 kb]
Überreicht durch die Freundin eines
Bewohners - 17.06.2011
Beispiel für den Umgang mit der "Residenzpflicht" im Holzbachtal: Ein
Bewohner erhielt einen Strafbefehl über 75 Euro, weil er einen Besuch
in Karlsruhe machte und dort kontrolliert wurde. Dieser wurde durch
einen Bescheid der Staatsanwaltschaft Karlsruhe
(Namen geschwärzt) vollstreckt. In Absprache mit der Unterkunftsleitung
wurde dem Bewohner erlaubt, die Geldstrafe durch gemeinnützige Arbeit
in der Unterkunft abzuarbeiten. Für die 75 Euro musste er 60 Stunden in
der Unterkunft putzen. Dies erscheint mehr als unverhältnismäßig. Die
weiter ausstehenden Gebühren für den Strafbefehl und das Porto (63,50
Euro) stehen aber weiter zu Zahlung aus.
- 19.6.2011 Pforzheimer Zeitung: "Bedrückende Lebensumstände lösen Betroffenheit aus" (Ausführlicher Zeitungsbericht von Hansjörg Ebert)
- 20.06.2011 Bericht über den Informationsbesuch (von Hanna Weil, Flüchtlingsrat)

Bereits
am frühen Morgen kamen die Veranstalter/innen, um die Austeilung der
Essenspakete zu verfolgen. Mehr Flüchtlinge als sonst seien an diesem
Morgen gekommen, sagt der Heimleiter Breßler. Auf seiner Liste stehen
etwa 20 Personen, die von dem Lebensmittel-Großhändler Dreikönig aus
Schwäbisch Gmünd zweimal die Woche Esspakete erhalten. Über
60 Personen sind in diesem Lager aber gemeldet. Das bedeutet, die
anderen 40 Personen wurden aus den Leistungen nach dem AsylbLG einfach
abgemeldet, weil sie angeblich "privatisieren" und
nicht
regelmäßig in dieser abgelegenen Unterkunft anwesend seien. So kann man
viel Geld sparen. Wer Esspakete bezieht, kann nicht wählen, was
er/sie bekommen möchte. Es gibt nur Pauschalpakete mit fragwürdiger
kultureller Zuordnung: Moslem, Christ, Afrikaner, Asiat, China 1
und China 2. Haben wir eine Kategorie vergessen?

So
sieht die "Gemeinschaftsunterkunft" von außen und innen aus. In dem
ehemaligen und heruntergekommenen Hotel, das der Heimleiter Breßler
(rechtes Bild in der Mitte) als "optimal"
für
die Unterbringung von Flüchtlingen ansieht, können knapp 70 Personen
untergebracht werden. Die Mietkosten liegen bei 3.200 Euro im Monat.
Auch finanziell ist diese Unterkunft also ein "Schnäppchen". Die
abgebildete "Küche" (Bild in der Mitte) befindet sich im Untergeschoß
und ist der einzige Küchenraum für die Bewohner im ganzen Haus. Für den Besuch wurde sie schön sauber geputzt. In
kleinen Mehrbettzimmern, in denen die gesetzlichen Vorschriften
(mindestens 4,5 qm Wohnraum) gerade so eingehalten werden, sind die
Bewohner untergebracht. Einziger Vorteil gegenüber vielen anderen
Unterkünften: In jedem Zimmer befindet sich eine "Nasszelle" mit
Waschbecken und Dusche. Auf dem Bild rechts zeigt ein Bewohner sein
Zimmer, das er mit drei anderen teilen muss (rechts im Bild:
Der Straubenhardter Bürgermeister Willi Rutschmann, CDU). Obwohl die
Heimleitung immer wieder behauptet, dass keine Frauen in dieser
abgelegenen Unterkunft untergebracht werden, gibt es ein unglaublich
enges Dach-Zimmer , in dem derzeit 5 Frauen gemeldet, aber nur zwei oder drei
permanent anwesend sind.

Gespräch
nach der Führung durch die Unterkunft. Vertreter der Flüchtlinge
stellen ihre Situation dar. Am übernächsten Tisch : Vertreter/innen der
Kreistagsfraktionen der Grünen, der Freien Wähler, der CDU sowie der 1.
Landesbeamte Wolfgang Herz und Sven Besser als Vertreter des Landratsamts.
Für die Veranstalter Christiane Bastian-Engelbert (Freundeskreis Asyl
Mühlacker), Nicole Herrling (Freunde für Fremde Karlsruhe) und Angelika
von Loeper (1. Vorsitzende des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg)
Donnerstag, 9. Juni
2011 | Hardheim, Neckar-Odenwaldkreis
"Gute Unterbringung
von Flüchtlingen -
auch im Neckar-Odenwaldkreis?" - Hearing mit Flüchtlingen,
Parteienvertretern u.a.
- 08.05.2011 Einladung
zum Hearing [pdf 634 kb]
- 09.05.2011 "It's
a hard time in Hardheim". Artikel in: Flüchtlingsrat Baden-Württemberg:
Rundbrief 02/2011, S. 24-27 [pdf 481 kb]
09.06.
2011 Etwa vierzig Personen versammelten sich im Badischen Hof von
Hardheim zum "Hearing" über die Situation der Flüchtlinge im
Neckar-Odenwald-Kreis. Anwesend waren: Etwa 20 Flüchtlinge aus der
Unterkunft, der Hardheimer Bürgermeister Heribert Fouquet, Christine
Denz, Christine Böhm und Simone Heitz (Grüne KV NOK), Karlheinz Graner
und Herr Mellinger (SPD KV NOK), Jürgen Blechinger (Ev. Landeskirche
Baden, Liga der Freien Wohlfahrtspflege BW), Roland Krauth (Dekan von
Adelsheim-Boxberg), Angelika von Loeper (Moderation), Andreas Linder,
Laura Gudd und Hanna Weil (Flüchtlingsrat Baden-Württemberg), Anna
Gonchar, Lucy Nau und einige weitere Mitglieder der Grünen Jugend NOK,
Bettina Seitz (Ärztin, Hardheim), Barbara Steffan (Arkade
Tauberbischofsheim) u.a. Ausführlicher Bericht folgt.- 09.06.2011
Positionspapier des Flüchtlingsrats BW zum Hearing in
Hardheim [pdf 76 kb]
Auf
der Basis der bisherigen Erkenntnisse über die Situation der
Flüchtlinge im Neckar-Odenwaldkreis, auf der Basis der Forderungen und
Vorschläge, die der Flüchtlingsrat im Rahmen der Kampagne „gemeinsam
für die Rechte von Flüchtlingen in Baden-Württemberg“ an die
Landesregierung herantrug sowie in Anbetracht der Inhalte des
Koalitionsvertrags zwischen den neuen Regierungsparteien Grüne und SPD,
schlug der Flüchtlingsrat bei dem Hearing für den
Neckar-Odenwald-Kreis folgende mögliche und nötige Maßnahmen für den
Neckar-Odenwald-Kreis vor:
-
Die „Gemeinschaftsunterkunft“ in der Hardheimer Kaserne muss
geschlossen werden
- „Vorläufige Unterbringung“ und
„Anschlussunterbringung“ müssen getrennt werden
- Der
Wohnzwang in der GU für besonders Schutzbedürftige muss aufgehoben
werden
- Die Sozialbetreuung der Flüchtlinge
sollte von einem Wohlfahrtsverband übernommen werden
- Die
Essenversorgung muss auf ein Gutscheinsystem umgestellt werden
- Statt
die freie Arztwahl aufzuheben muss die gesundheitliche Versorgung der
Flüchtlinge verbessert werden
- Gebühren, Bußgelder und Strafverfahren
wegen der „Residenzpflicht“ müssen eingestellt werden
-
Teilnahme an Sprachkursen und arbeitsmarktliche Integrationsmaßnahmen
müssen gefördert werden
- Zivilgesellschaftliche Initiativen für
Flüchtlinge müssen gefördert werden
- Etablierung eines „runden Tisches“
-
Diskriminierung von Flüchtlingen im (öffentlichen) Diskurs beenden!
Diese Vorschläge sind in dem
Positionspapier ausführlich begründet und ausgearbeitet. - 09.06.2011
Positionspapier des KV Grüne NOK zum Hearing in
Hardheim [pdf 67 kb]
- 20.06.2011 - Fränkische
Nachrichten: "Verbesserte
Bedingungen für Flüchtlinge gefordert
Gut besuchtes Hearing in Hardheim:
Anstrengungen von allen Seiten erforderlich / Einige Verbesserungen
wurden bereits erreicht. Hardheim. Der Kreisverband und die
Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen veranstaltete unter
Federführung der Kreisvorsitzenden Christine Denz zusammen mit dem
Flüchtlingsrat Baden-Württemberg in Hardheim im "Badischen Hof" ein
Hearing zu dem Thema "Gute Unterbringung von Flüchtlingen - auch im
Neckar-Odenwald-Kreis?" weiterlesen
Montag, 30. Mai 2011
| Reutlingen,
Nikolaiplatz vor der Citykirche | ab 11.00 Uhr
Aktion "Selbstbestimmung für alle" - gegen die
Diskriminierung von Flüchtlingen durch Lagerunterbringung und AsylblG
Samstag, 14. Mai 2011 |
GU Mannheim, Pyramidenweg 6
"Das
Medea-Komplott"
Theateraufführung
Samstag,
14. Mai 2011 | Kirchheim/Teck | ab 11.00 Uhr
Internationales Fest in der Fußgängerzone (um
den Flüchtlingsbaum neben der Bastion)
mit
politischem und kulturellem Rahmenprogramm (u.a. 4,5 qm Zelt zum Thema
Flüchtlingsunterbringung)
Grußwort von Bürgermeister Günther Riemer;
Nordafrikanische
Weltmusik mit TILUFA aus Ulm; Breakdance mit Hamza Buoaitta & Team;
Enthüllung
einer Hinweistafel am Baum
Beiträge von Flüchtlingen; Informationen
vom Flüchtlingsrat Baden- Württemberg; Internationaler Imbiss
Bei
Regenwetter findet das Fest im Mehrgenerationenhaus Linde, Alleenstraße
90, statt
Mit
viel Aufwand organisierte der AK Asyl Kirchheim einen sehr gelungenen
Informations- und Festtag in der Kirchheimer Fußgängerzone. Um den 2008
gepflanzten Flüchtlingsbaum herum entspann sich ein buntes Programm aus
Informationen und Redebeiträgen, Ausstellung, Essen und Live-Konzert.
Die Hauptattraktion war ein von einer Baufirma gestellter
Wohncontainer, der mit original Equipment ausgestattet die
Wohnbedingungen für Flüchtlinge vor Augen führte. Oberbürgermeisterin
Matt-Heidecker lobte in ihrer Begrüßungsansprache das langjährige
Engagement des AK Asyl und setzte auch politische Akzente: Sie
kritisierte die Mangelversorgung durch das Asylbewerberleistungsgesetz
und forderte bessere Möglichkeiten der Sprach- und Arbeitsförderungen
für Flüchtlinge. Deutschland sollte sichangesichts der schwierigen Lage
in Nordafrika
auch bereiter zeigen, Flüchtlinge aufzunehmen - und in Kirchheim habe
man hierbei gute Erfahrungen gemacht. Eine Asylbewerberin aus Sri Lanka
und ein Asylbewerber aus dem Iran stellten ihre persönliche
Verfolgungsgeschichte und ihre Sicht der Lebenssituation in Deutschland
dar. Frau Liyanage wartet seit 18 Monaten auf die Entscheidung im
Asylverfahren und kann es nicht verstehen, dass sie so lange warten
muss und sich keine Perspektiven aufbauen kann. Andreas Linder vom
Flüchtlingsrat lobte die relativ gute Flüchtlingsunterkunft in
Kirchheim, forderte die Behörden aber dazu auf, die entwürdigenden
Kontrollen der Flüchtlinge beim Lebensmitteleinkauf zu beenden und ab
sofort auf Gebührenerhebung und Strafen bei Residenzpflichtverletzungen
zu verzichten - denn die neue Landesregierung will die Residenzpflicht
ganz aufheben. Außerdem müsse bei der Unterbringung mehr Wohnraum als
4,5 qm pro Person gewährt werden.

4,5
Quadratmeter Deutschland - die Lebensbedingungen für Flüchtlinge werden
in diesem Wohncontainer anschaulich dargestellt

Infostand
des Flüchtlingsrats / gut besuchte Redebeiträge und
Kulturbeiträge; rechts im Bild: OB Angelika Matt-Heidecker, Eva Abele
(AK Asyl)

Padmi Liyanage
und Mansour Mostafazadeh bei ihren Redebeiträgen
Montag, 2. Mai 2011 |
Schwäbisch-Gmünd, 17.30 Uhr, PH,
Oberbettringerstraße
Fachgespräch zur Situation
der Flüchtlinge in
Schwäbisch Gmünd
Fachgespräch
zu den sozialen Lebensbedingungen der Flüchtlinge mit dem
Bürgermeister, Vertreter/-innen
von Parteien aus Kreis- und Landtag sowie Flüchtlingsrat und BI gegen
Fremdenfeindlichkeit / AK Asyl

GU Schwäbisch
Gmünd: Beispiel Waschraum in der Kaserne. Offene Duschen, nur eine
davon ist funktionstüchtig.

Fachgespräch:
v.l.n.r: Andreas Benk, Bernd Sattler, Thea Bauknecht, Judith Kuntz (BI
gegen Fremdenfeindlichkeit), Andreas Linder (Flüchtlingsrat BW). Bild
rechts: Vertreter der Flursprecher tragen Verbesserungsvorschläge vor.